Es folgt ein Geständnis: Ich finde das alles nicht schlimm.

Ich finde weder Weihnachten noch die Adventzeit schlimm. Aber der Kommerz!, rufen die besorgten Konsumkritiker und kratzen sich unter dem juckendem selbstgestrickten Pullover und ich sage ihnen: So gehet hin und kaufet eben nichts. Durch die beleuchteten Straßen flanieren kann man auch so. Aber die Verchristlichung der vernunftbegabten Gesellschaft!, rufen die besorgten Aufklärer und ich mag ihnen eine duftende Waffel unter die Nase halten. Gehet hin und kommet mal wieder runter.

Ich verstehe die Kritik, sowohl die eine als auch die andere. Aber ganz ehrlich: hat es nicht auch etwas Schönes, die Winterzeit, die Weihnachtsmärkte, der Glühwein, der Punsch, die Maroni, die tausenden Lichter auf den Straßen, der Adventkalender, jeden Tag ein Türchen. Und am Ende: Das Finale. Erst ein bisschen Stress, dann ein bisschen Streit, dann die Kerzen anzünden, das Glöckchen läuten und den Streit wieder vergessen. Geschenke verteilen und bekommen ist nicht so schlimm. Wir müssen ja deshalb weder unseren Kreditrahmen sprengen, noch anfangen, Schwule zu steinigen.

Meier ist weich dieser Tage. Er liegt geschwächt und krank im Bett. Manchmal muss er raus, um Lebensmittel und Arzneien zu besorgen. Dann geht er durch die Menschenmassen und freut sich über diese kleine Oase namens Advent. Vielleicht liegt es aber auch am Fieber.

 

Advent

Besinnlichkeit und Fieber, die Adventzeit. Foto: meiersreise.com

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