Der Meier war weg. Nicht immer hat er die Zeit und Muße, sich zu echauffieren. Nicht, dass es nichts zu beklagen gäbe; Nicht, dass es nichts gäbe, das es Wert wäre, behandelt zu werden. Des Meiers Sommerloch ist nicht der Langeweile im weltweiten Geschehen geschuldet, sondern schlicht der fehlenden Zeit.

Dabei rumort es doch. Die Griechen müssen weiter sparen und Super-Summer-Sale-mäßig privatisieren, die EU hat einen durchaus schwammigen Beschluss zur Netzneutralität gefasst, der Umgang mit Flüchtlingen ist nach wie vor unwürdig, Rassismus erlebt eine erschreckende Renaissance und wieso zum Teufel heißt Lachsschinken Lachsschinken, wenn er doch aus Schweinefleisch besteht? Meier wundert sich. Und dann auch noch Hitze im Sommer.

Was tut sich in der Ukraine? Außer natürlich dem Faktum, dass Gérard Depardieu ein Einreiseverbot erhalten hat?
Warum verweigert Russland das Tribunal, das den Abschuss des Fluges MH 17 aufklären könnte/sollte? Was tut sich im Verhältnis zwischen dem Westen und Russland?
Was für Hemden trägt Varoufakis jetzt als normaler Abgeordneter? Und vor allem: In oder über der Hose? Und der Kragen?
Wie sehr muss Griechenland die Binnenwirtschaft noch niederprügeln, bis sie endlich wieder fit und fröhlich anspringt?
Wie gehen wir mit Menschen um, denen es schlecht geht und die Hilfe brauchen? Und wieso taucht in dieser Frage gar nicht die Hautfarbe oder Herkunft auf?
Woher kommt der ganze Hass? Und nein, Farin Urlaub, nicht nur „Leute, die nichts können, nichts wissen und nichts geleistet haben“, sind fremdenfeindlich. Das Problem ist größer.

Der Meier war weg. Die Dinge gehen weiter. Jetzt ist er wieder da, beobachtet und begibt sich auf die Suche nach Antworten. Oder zumindest nach Fragen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *